Naturkosmetik

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Wie einige vielleicht schon bemerkt haben, handeln die meisten meiner Artikel von Produkten aus dem Naturkosmetik-Sektor. Deswegen wird es einfach mal Zeit, heute darüber zu schreiben, warum ich mittlerweile fast ausschließlich Naturkosmetik benutze und wie ich dazu gekommen bin.

Weg von der konventionellen Kosmetik – ein langer Weg

Um ehrlich zu sein, ich habe früher nur konventionelle Kosmetik benutzt und mir absolut nichts dabei gedacht. Wieso auch, die Werbung suggeriert einem doch, wie toll Nivea, L’oreal und Konsorten sind. Und die aufgedruckten Inhaltsstoffe lesen sich wie chinesisch rückwärts, wenn sie denn überhaupt gelesen werden.

Das Umdenken erfolgte bei mir erst, als ich zufällig durch eine Kollegin eine Ausgabe der Ökotest in die Hände bekam. Was ich dort so über die diversen Inhaltsstoffe der konventionellen Kosmetik lesen musste, fand ich teilweise sehr erschreckend. Dies fing bei billigen Erdölprodukten wie Paraffinum Liquidum an und endete bei krebserregenden Stoffen wie halogenorganischen Substanzen. So beschäftigte ich mich ausführlicher damit, was denn diese ganzen unter „INCI“ aufgeführten Inhaltsstoffe bedeuten und der Blick auf diese Liste wurde bei mir vor dem Kauf eines Produkts immer mehr zur Selbstverständlichkeit.

Nun verstand ich auch endlich, wieso ich bei so mancher Bodylotion trotz Eincremens ständig trockene Haut hatte – Mineralölen und fehlenden wirklich pflegenden Inhaltsstoffen sei dank. Auch die Pickelflut bei Anwendung jedes von mir getesteten Make-ups konnte aufgrund der enthaltenen Silikone schnell erklärt werden.

Recht schnell wurde mir dann klar, dass ich, wenn ich unbedenkliche Inhaltsstoffe haben wollte, im Bereich der konventionellen Kosmetik immer weniger fündig werden würde. Ich fing an, mich im Naturkosmetiksektor umzusehen, aber auch hier die richtige Pflege zu finden, war nicht gerade leicht. So pendelte ich über mehrere Jahre zwischen Naturkosmetik und halbwegs akzeptabler konventioneller Kosmetik.

Endgültig den Weg zur Naturkosmetik habe ich dann gefunden, als meine Haut nach dem Absetzen der Pille zu immer mehr Unreinheiten neigte und ich eine gute Kosmetikerin suchte. Nach einer ziemlichen Pleite bei einer „normalen“ Kosmetikerin, die nur ihre total überteuerten Silikonbomben an die Frau bringen wollte, hatte ich die Nase voll und ich wusste, dass für mich nur noch eine Kosmetikerin in Frage kommt, die mit Naturkosmetik arbeitet.

Glücklicherweise bin ich dann recht schnell fündig geworden und dieser Kosmetikerin habe ich es auch zu verdanken, dass meine Odyssee durch die Naturkosmetik ein Ende hatte. Endlich habe ich die richtigen Produkte für meine Haut gefunden und muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, ob möglicherweise schädliche Inhaltsstoffe darin sind.

Problematische Inhaltsstoffe der konventionellen Kosmetik

Mineralöle

Als Ersatz für hochwertige Pflanzenöle setzen viele Hersteller gern deutlich günstigere Mineralöle ein. Allerdings sind diese für die Haut alles andere als gut, denn so verschließen sie die Hautporen und beinträchtigen dadurch die Hautatmung und verursachen einen Wärmestau. Die sog. Mallorca-Akne und Allergien sind dann die Folge.

Außerdem können einige dieser Mineralöle sich im Körper in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern, bei einem Paraffinwachs zeigten sich sogar entzündliche Reaktionen der Herzklappen.

Man sieht also, diese Inhaltsstoffe nutzen dem Anwender kein bisschen, sondern vergrößern nur die Gewinnmargen der Kosmetikkonzerne, die ihr Geld lieber in teure Werbung als gute Inhaltsstoffe stecken. Zusätzlich sind diese Mineralöle auch sehr schädlich für die Umwelt. Ich empfehle also: Finger weg von solchen Produkten!

Erkennen kann man Mineralöle an Bezeichnungen wie: Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Vaseline, Paraffin Oil, Mineralwachs, Paraffinwachs etc.

Halogenorganische Substanzen

Halogenorganische Substanzen sind Stoffe, die Chlor, Brom oder Jod enthalten und werden in konventioneller Kosmetik häufig zu Konservierungszwecken eingesetzt. Allerdings sind sie nicht gerade unumstritten, denn viele haben ein hohes Allergiepotential und einige stehen sogar im Verdacht, Krebs auslösen zu können. Hinzu kommt, dass sie sich in der Umwelt anreichern und damit ein großes Problem darstellen.

Deswegen rate ich komplett davon ab, Produkte mit halogenorganischen Substanzen zu verwenden. Erkennen kann man diese häufig an Namen, die die Silbe Bromo-, Jodo- oder Chromo- enthalten. Weitere sind bspw. Triclosan oder Climbazol.

PEGs

PEGs werden in konventioneller Kosmetik häufig als Emulgatoren eingesetzt. Allerdings können sie die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper schleusen. Für mich Grund genug, auf diese Stoffe komplett zu verzichten.

Erkennen kann man PEGs entweder an der Bezeichung PEG oder Endungen auf -eth.

Silikone

Silikone sind zwar nicht direkt schädlich, im Sinne von allergieauslösend oder krebserregend, aber sie belasten die Umwelt und allein das wäre für mich schon ein Grund, sie zu meiden. Außerdem haben sie aber keinerlei pflegende Eigenschaften, sondern gaukeln durch ihre glättenden Eigenschaften nur gepflegte Haut oder gepflegtes Haar vor. Dadurch, dass sie die Haut regelrecht abdichten, verursachen sie zusätzlich Pickel und Unreinheiten. Ich kann deswegen gut auf sie verzichten und würde auch anderen empfehlen, sich lieber Produkte ohne Silikone zu suchen.

Erkennen kann man Silikone zumeist an der Endung -icone.

Natürlich ist dies jetzt nur eine Auswahl der problematischen Inhaltsstoffe konventioneller Kosmetik. Wer ganz genau wissen will, was hinter den INCI-Angaben seiner Kosmetik so steckt, kann diese bei Codecheck eingeben und erhält dort umfassende Informationen. Viele Informationen findet man auch in der Zeitschrift Ökotest, welche auch in regelmäßigen Abständen Hefte zum Thema Kosmetik heraus bringt.

Exkurs „Selber rühren“

Sehr spannend fand ich auch die Erfahrung, Kosmetik selbst zusammen zu rühren. So habe ich mich eine Zeitlang im Internet schlau gemacht und dann einfach selbst mal Bodylotions, Gesichtswässer und -cremes gerührt. Dadurch erlangt man ein noch viel tieferes Verständnis für Inhaltsstoffe und was diese bewirken. Und vor allem stellt man fest, dass das Herstellen von Kosmetik keine Zauberei und auch gar nicht mal so schwierig ist. Man braucht eigentlich nur eine wässrige Basis (Wasser, Hydrolate etc.), ein oder mehrere Pflanzenöle und einen Emulgator – und schon kann man die tollsten Cremes zaubern.

Vor allem aber stellt man fest, dass man viele Inhaltsstoffe, die die konventionellen Kosmetikhersteller nutzen, absolut nicht braucht, um eine tolle, pflegende Creme herzustellen. Auch braucht man keine ellenlangen Listen mit hunderten von Inhaltsstoffen, sondern man erreicht mit wenigen gezielt ausgesuchten Ölen und Wirkstoffen bei weitem mehr. Gerade Personen, die ständig mit Unverträglichkeiten bei Kosmetik zu kämpfen haben, kann ich diese Erfahrung durchaus empfehlen. Und auch, wenn ich mangels Zeit zwischenzeitlich doch meistens wieder fertige Produkte kaufe, möchte ich diese Erfahrungen und vor allem das umfangreiche Auseinandersetzen mit Inhaltsstoffen nicht missen.

Wen das Thema interessiert, der findet auf den folgenden Seiten viele Informationen dazu:

Olionatura

Hobby-Kosmetik

Meine Kosmetik

Fazit

Auch wenn zum Glück langsam einige Hersteller von konventioneller Kosmetik wach werden und versuchen, schädliche Inhaltsstoffe zu meiden (z.B. Florena mit dem Verzicht auf Mineralöle, Silikone und PEGs), ist es für mich trotzdem viel einfacher, zur Naturkosmetik zu greifen. Hier weiß ich, was ich bekomme und ich investiere mein Geld lieber in pflegende Pflanzenöle als in Chemiebomben, die die Haut und die Umwelt belasten. Außerdem bietet auch die Naturkosmetik mittlerweile für jeden Hauttyp und für jede Geldbörse das Passende.

Natürlich teste ich auch gelegentlich noch gute Produkte der konventionellen Kosmetik (und berichte dann hier darüber) oder für manches habe ich noch nicht das entsprechende Pendant im Naturkosmetiksektor gefunden. Aber trotzdem wird der Anteil der Naturkosmetik bei mir immer größer und die konventionelle Kosmetik wird irgendwann wohl vollends verschwinden.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann ja mal auf den folgenden Seiten stöbern. Ansonsten bieten natürlich auch meine Berichte immer Anhaltspunkte, welche Pflege toll und absolut empfehlenswert ist.


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