Köln darf sich nun zwei Jahre lang „Hauptstadt des Fairen Handels“ nennen. Im Zweijahresrhythmus wird dieser Preis durch eine unabhängige Jury verliehen. Herzlichen Glückwunsch Köln.

AND THE Oscar GOES TO… äh, ne falsch: AND THE Signet AND Trophy GOES TO Köln! Ja, Köln wurde ausgezeichnet und darf sich nun zwei Jahre lang „Hauptstadt des Fairen Handels“ nennen. Die letzten zwei Jahre war Saarbrücken Trägerin dieses Titels und im aktuellen Wettbewerb hat Köln sich gegen 99 andere Mitbewerber durchgesetzt. Hey, da sind wir mal Stolz auf unsere Wahlheimat!

Zudem zeigt es, wie viele Städte und Gemeinden erkannt haben, dass fairer Handel zukunftweisend ist und sich entsprechend Engagieren. Insgesamt wurden 905 Projekte eingereicht, davon über 50 aus Köln. Köln trägt den Titel nun bis 2019, wo dann auch die nächste faire Hauptstadt gekürt wird und es wieder heißt: AND THE Signet AND Trophy goes to…

Was bedeutet „Hauptstadt des Fairen Handels“?

Köln hat in den letzten Jahren viel für den Fairen Handel getan. In der Stadt haben sich viele (Mode)Lables angesiedelt (wir sind hier in Ehrenfeld nahezu davon umgeben, fußläufig Armed Angels, Ergobag, …), es gibt viele kleine Manufakturen und Läden, die fairen Kaffee rösten, Lebensmittel retten, wo man unverpackt einkaufen kann, … und vieles mehr. Darüber hinaus gibt es in der Domstadt Faire Schulen, das Eco Design Forum, die Fair Trade Night, die Fair Goods Messe und Jecke Fairsuchungen. All das hat die Jury davon überzeugt, das Köln den Titel dieses Jahr verdient.

Was bringt Köln der Titel? Köln darf sich nun zwei Jahre lang „Hauptstadt des Fairen Handels“ nennen und hat außerdem in einer Preisverleihung die Trophäe überreicht bekommen. Darüber hinaus darf Köln und die Stadtmarketing mit dem Titel und dem Signet für die Stadt werben.

Was bedeutet eigentlich fairer Handel?

Fairer Handel ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Welt. Das beginnt in Entwicklungsländern, bei Arbeitsbedingungen, fairer Bezahlung und zieht sich durch alle Bereiche des Lebens, bis in unseren Supermarkt. Fairer Handel trägt auch dazu bei, die Entwicklungsziele der Vereinigten Nationen umzusetzen, denn er wirkt sich global unmittelbar auf die sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen – bspw. in Asien, Afrika und Südamerika – aus.

Auf kommunaler Ebene bedeutet fairer Handel, Nachhaltigkeit zu fördern, Nachhaltigen Konsum zu fördern und Firmen wie Institutionen eine stabile Basis zu bieten. Es bedeutet aber auch bei der kommunalen Beschaffung entsprechend zu wirtschaften und einzukaufen. Dieser Verantwortung stellen sich viele Kommunen inzwischen im Rahmen der Kampagne Fairtrade Towns. Auch hier: Bereits seit 2011 gehört Köln diesem Kreis an, wie inzwischen 493 andere Städte und Gemeinden in Deutschland.

Das Signet? Die Trophäe? Was ist das?

Das Signet soll ein Symbol für den fairen Handel sein. Es zeigt unseren Planeten und soll dabei die unterschiedliche Lebensbedingungen der Menschen und Klimazonen zeigen. Ein Dreieck symbolisiert dabei die „Hauptstadt des Fairen Handels“. Dieses Signet ist auf den Urkunden und darf vom Preisträger verwendet werden. Es ist mittlerweile auch ein beliebtes Motiv für Merchandising Produkte.  

Bei der Preisverleihung wird zudem die Trophäe feierlich überreicht, die sich in der Gestaltung an dem Signet orientiert. Die Trophäe dient als Ausstellungsobjekt, trägt den Namen der Gewinnerstadt und wird nach zwei Jahren weiter gereicht.

Mehr zum Signet und der Trophäe und einer umfangreichen Erklärung findet ihr unten in den Links.

Faire Woche vom 15. bis 29. September

Ab heute startet zudem die Faire Woche. Bis zum 29. September geht die Aktionswoche. Die Faire Woche ist größte Aktionswoche zum Fairen Handel im deutschen Raum. Das Motto in diesem Jahr lautet „Fairer Handel schafft Perspektiven“.

Sieger und Preisgeld

  1. Platz: Stadt Köln (60.000 Euro)
  2. Platz: Stadt Neumarkt in der Oberpfalz (50.000 Euro)
  3. Platz: Stadt Dortmund (35.000 Euro)
  4. und: Stadt Mainz (35.000 Euro)
  5. Platz: Stadt Trier (20.000 Euro)

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