Feste Haarpflege ohne Plastikverpackung ist praktisch und für mich mittlerweile eine tolle Alternative zu flüssigen Shampoos. Erfahre hier, wie man einen Shampoobar mit Lavendelduft selber herstellen kann.

Bereits seit geraumer Zeit nutze ich bevorzugt feste Shampoos und habe durchaus auch schon einige gefunden, die mir sehr gut gefallen (siehe mein Beitrag Feste Shampoos im Test). Trotzdem spukte bereits seit einiger Zeit der Gedanke in meinem Kopf herum, dass man so einen Shampoobar doch mit Sicherheit auch toll selber machen kann.

Nach ein wenig Rumprobieren und dem ein oder anderen Fehlschlag kann ich euch heute mein erstes Rezept für ein tolles festes Shampoo mit Lavendelduft präsentieren:

Zutaten für das feste Shampoo

Für das feste Shampoo Lavendel benötigt ihr:

  • 30 g SCI Pulver
  • 5 g Cupuaçubutter
  • 5 g Sheabutter
  • 2 g Brokkolisamenöl
  • 2 g Lysolecithin
  • 3 g Blaue Tonerde
  • 5 g Lavendelhydrolat
  • 20 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Für das Tensid SCI (Sodium Cocoyl Isethionate) habe ich mich entschieden, da es ein sehr mildes Tensid auf Kokosnussbasis ist.

Cupuaçubutter und Sheabutter verhelfen dem festen Shampoo nicht nur zu einer stabilen Konsistenz, sondern pflegen außerdem das Haar und machen es weich und elastisch.

Brokkolisamenöl wird eine ähnliche positive Wirkung auf das Haar zugesagt wie die im konventionellen Bereich gern verwendeten Silikone. Es wirkt konditionierend und glättet die Haare.

Lysolecithin sorgt als Emulgator dafür, dass alle Zutaten sich gut miteinander verbinden und wirkt zusätzlich pflegend, rückfettend und konditionierend auf die Haare.

Die blaue Tonerde sorgt nicht nur für den schönen blauen Farbton des festen Shampoos, sondern soll außerdem die Bildung von starken Haarfollikeln der Haare fördern und Spliss, Haarausfall, sowie Bildung von Schuppen verhindern.

Lavendelhydrolat und Lavendelöl wirken beruhigend und regenerierend auf die Kopfhaut.

DIY Festes Shampoo Lavendel selber machen

Herstellung des festen Shampoos

Zunächst gibt man die Cupuaçubutter, die Sheabutter, das SCI Pulver und das Lysolecithin zusammen in einen Glasbecher und lässt die Zutaten im Wasserbad schmelzen. Da das SCI Pulver leicht staubt und dabei die Atemwege reizt, sollte man unbedingt eine Staubschutzmaske bei der Verarbeitung tragen.

Während die Zutaten schmelzen, sollte man das Gemisch immer mal wieder vorsichtig umrühren. So nach und nach entwickelt sich daraus eine homogene Masse, die mich ein wenig an Mürbeteig für Plätzchen erinnert.

Hat man diesen Punkt erreicht, kann man die restliche Zutaten hinzu geben. Bewährt hat sich bei mir die Reihenfolge: Lavendelhydrolat, Brokkolisamenöl und ganz zum Schluss die Tonerde, da diese die Masse recht fest werden lässt.

Erst ganz zum Schluss und wenn die Masse nicht mehr so heiß ist, kann man dann noch das ätherische Lavendelöl hinzugeben. Dann alles nochmal schön durchmischen, die Masse in eine Silikonform geben und ein wenig anpressen, damit alles später gut zusammen hält.

Anschließend stellt man die Silikonform an einen trockenen und bevorzugt kühlen Ort (z.B. den Kühlschrank) und lässt das Shampoo abkühlen und austrocknen. Ich warte in der Regel etwa 24 Stunden, dann lässt es sich einwandfrei aus der Form lösen.

Da es sich nicht um Seife handelt, die erst noch reifen muss, kann das feste Shampoo theoretisch anschließend direkt benutzt werden. Ich lasse es aber immer noch ein paar Tage liegen, damit es wirklich komplett ausgehärtet ist.

Anwendung des festen Shampoos

Die Anwendung des festen Shampoos ist denkbar einfach. Man fährt einfach ein paar Mal damit über die Haare, bis sich ausreichend Schaum gebildet hat und kann danach die Haare ganz normal waschen, wie man es mit jedem anderen Shampoo auch tun würde.

Der Shampoobar bildet einen wirklich wunderbar feinporigen, weichen Schaum, der sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch gut wieder ausspülen lässt.

Durch die pflegenden Inhaltsstoffe werden die Haare beim Waschen schon gepflegt und lassen sich hinterher wunderbar durchkämmen. Selbst die lockigen Haare meiner Tochter ließen sich nach dem Waschen mit diesem Shampoo ganz leicht kämmen. Trotzdem sind die Haare nach dem Trocknen nicht strähnig oder fettig.

Auch meiner Kopfhaut tut dieses Shampoo sehr gut, denn seitdem ich dieses verwende, habe ich überhaupt keine trockene und juckende Kopfhaut mehr. Außerdem fetten meine Haar auch nicht mehr so schnell nach.

Haltbarkeit und sonstige Hinweise

Damit man möglichst lange etwas von diesem festen Shampoo hat, sollte man es nach der Nutzung immer gut abtrocknen lassen.

Kühl und trocken gelagert hält das feste Shampoo einige Monate. Grundsätzlich kann man sich dabei nach dem Rohstoff mit der kürzesten Mindesthaltbarkeitsdauer richten.

Wer den Duft von Lavendel nicht so gern mag, kann natürlich auch ein anderes ätherisches Öl verwenden oder ganz auf die Beduftung verzichten.

 

Ich hoffe, dass euch dieses Rezept gefällt und ihr beim Nachmachen und Ausprobieren genauso viel Spaß habt wie ich. Berichtet mir gern über eure Erfahrungen damit.

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